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Die siebenbürger Burgkirchen
19.06.2009
Die siebenbürger Burgkirchen - EBS setzt sich ein für die Erhaltung europäischen Kulturerbes
Oana

Die deutsche Volksgruppe, deren Ansiedlung in der siebenbürger Region im 12. und 13. Jahrhundert erfolgte, hat ein wertvolles Erbe hinterlassen: eine Gruppe Baudenkmäler, die für die siebenbürger Region charakteristisch sind und die Landschaft bis heute nachhaltig prägen.

Die insbesondere aus dem fränkischem Raum und dem Rheinland stammenden Deutschen, Sachsen genannt, sollten nicht nur die Weite Siebenbürgens besiedeln, sondern auch eine Hauptrolle in der Verteidigung gegen die immer wieder einbrechenden Völker aus dem Osten spielen. So bauten sie im frühen Mittelalter ein Netzwerk von befestigten Stein- und Kirchenburgen.

Diese sind aus kulturgeschichtlicher und architektonischer Sicht einmalig in Europa und gehören zum europäischen Kulturerbe. Dieses Kulturgut ist nicht nur ein Symbol der sächsischen Kultur, sondern repräsentiert die gesamte europäische Weltordnung und Lebensweise im Mittelalter.

EBS setzt sich aktiv für die Erhaltung und Restaurierung der heute 250 Burgkirchen und etwa gleich vielen Dorfkirchen im siebenbürger Raum ein. Stadtburgen sind um die bis heute wichtigsten Städte Siebenbürgens Hermannstadt, Kronstadt, Bistritz, Schäßburg, Mediasch und Mühlbach entstanden.

EBS unterstützt die Initiative zur Konservierung dieser Baudenkmäler, die sich den Schutz der künstlerischen Elemente zum Ziel gesetzt hat: Innenausstattung, Wandmalereien, Möbel und Holzelemente. Durch den Einsatz von EBS wird bspw. an der Kirche in Durles die Restaurierung der äußeren Wandmalereien oder in der Schmiegener Kirche die Reparatur des Kirchendaches und der aus dem XV. Jahrhundert stammenden gothischen Kirchenstühle möglich.

Der Reichtum der ikonographischen Bilder wie auch die bemalte Fläche lassen die Wandmalereien der Durleser Kirche unter den mittelalterlichen siebenbürger Wandmalereien einzigartig erscheinen. Der Erhaltungszustand der Malereien ist prekär, da große Flächen abgerissen sind. Auch die mittelalterlichen Kirchenbänke aus Schmiegen sind sowohl aufgrund von Schädlingsbefall als auch durch externe, direkte Eingriffe in einem besorgniserregenden Zustand.

Durch die notwendigen Reparaturen werden diese Bestandteile des Kulturerbes und die Welt, die sie repräsentieren, zukünftigen Generationen erhalten bleiben.

 
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